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Presse/Kommunikation

Jürgen Otto: „Wir setzen unsere Unternehmensstrategie konsequent fort“

Repräsentanten eines der größten Automobilhersteller Chinas besuchten auf der IAA die Brose-Lounge in Frankfurt: Die Innovationsleistungen von Brose stießen auf großes Interesse der Gäste aus Fernost. Die Auto Shanghai Automotive Inc.(SAIC), langjähriger Geschäftspartner von Brose auf dem Gebiet der Türsysteme, bekundete Interesse, die Zusammenarbeit auf das komplette Produktprogramm auszudehnen. Im Bild v.l.: Jenny Xiang (Werkleitung Brose Malu), Hu Mao Yuan (Chairman SAIC), Brose Geschäftsführer Kurt Sauernheimer, Lui Jian (General Manager Shanghai Volkswagen), Brose Geschäftsführer Periklis Nassios (Sitzsysteme) und Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung Brose Gruppe.

Frankfurt (16.9.2009). Trotz der weltweiten Marktschwäche und des erheblich verschärften Preisdrucks in der internationalen Zulieferindustrie hat die Brose Gruppe ihre Marktposition weiter ausgebaut.

Mit der Übernahme der Elektromotorensparte von Continental im April 2008 wurde das Produktportfolio deutlich erweitert und die Mechatronik-Kompetenz sowie die Wertschöpfungskette weiter vertieft.

Damit positioniert sich das Unternehmen heute als einziger Anbieter mit durchgängiger Entwicklungs- und Fertigungskompetenz sämtlicher mechanischer, elektrischer und elektronischer Komponenten für Karosserie und Innenraum von Kraftfahrzeugen.

Diese technologisch führende Position und die Skaleneffekte aus jährlich 100 Mio. verkaufter Einheiten elektrischer Antriebe will Brose nutzen, um angesichts der zunehmenden Elektrifizierung der Fahrzeuge weiteres Wachstum zu realisieren: insbesondere in den Produktfeldern elektrische Lenkung, Doppelkupplungsgetriebe oder dem Kühlmanagement von Batterien. Ziel ist es, hinsichtlich Technologie, Qualität und Wirtschaftlichkeit in allen Geschäftsfeldern eine Spitzenposition im Markt einzunehmen.

Auf der IAA 2009 präsentiert sich das Unternehmen erstmals mit dem erweiterten Produktportfolio: Dazu zählen neben mechatronischen Systemen für Türen und Sitze auch elektrische Antriebe für Fensterheber, Schiebedächer und Gurtstraffer, Antriebe für elektronische Bremssysteme, automatisierte Schaltgetriebe, elektrische Lenkungssysteme sowie für Heiz- und Lüftungsgebläse und die Motorkühlung.

2008: Wachstum durch Erweiterung des Produktportfolios

Durch die Übernahme der Motorensparte von der Continental AG konnten die Verkaufserlöse 2008 um 13% gesteigert werden. Das neue Geschäftsfeld Motoren trug rund 450 Mio. Euro zum Umsatz bei. Nach drei Quartalen kräftigen Wachstums in allen Geschäftsfeldern sanken allerdings im 4. Quartal 2008 die Kundenabrufe aufgrund der massiv rückläufigen Fahrzeugproduktion weltweit um bis zu 40%.

Dieser starke Absatzrückgang zum Jahresende 2008 belastete das Ergebnis deutlich. Durch harte Einschnitte bei allen Kostenbudgets und konsequente Personalanpassungsmaßnahmen konnte ein Verlust vermieden werden.

2009 weiterhin geringerer Absatz in allen Geschäftsfeldern

Aufgrund der stark rückläufigen Absatzentwicklung konnte der Beschäftigungsstand von weltweit mehr als 15.000 Mitarbeitern 2009 nicht aufrecht erhalten werden: An den Standorten in Europa und Übersee baute Brose in diesem Zeitraum über 2.000 Arbeitsplätze ab, indem weniger Leiharbeitskräfte eingesetzt und frei gewordene Stellen nicht nach besetzt wurden. Gegenwärtig sind an 50 Standorten rund 13.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und um dem steigenden Kostendruck zu begegnen wurden an den weltweiten Standorten zahlreiche Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt. Darüber hinaus führte das Unternehmen an den deutschen Standorten in 2009 Kurzarbeit ein und traf mit den Arbeitnehmervertretungen Vereinbarungen, um die Arbeitskosten zu senken.

Gleichzeitig wurden strukturelle Anpassungen in die Wege geleitet: Das Motoren-Werk in Gainesville/USA wird in 2010 geschlossen und die Produktionskapazitäten an bestehende Standorte in Nordamerika verlagert. Außerdem werden die Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten der Produktsparte Kühlerlüftermodule, die bislang in Berlin angesiedelt waren, bis Ende 2009 in Würzburg, dem Sitz des Geschäftsbereichs Motoren, integriert.

„In der Krise erweist sich, ob ein Unternehmen klug auf den Konjunkturrückgang reagiert und Entscheidungen mit Augenmaß trifft. Wir stellen unsere langfristige Ausrichtung auch in schwierigen Zeiten nicht in Frage", so Jürgen Otto. Ebenso wichtig, betont Otto, ist die außerordentlich große Solidarität innerhalb der Belegschaft: Von der Fertigung bis zur Verwaltung – ob in Deutschland oder in China – Kostensenkungsmaßnahmen werden gerecht auf alle Standorte verteilt.

In den zurückliegenden acht Monaten lagen die Verkaufserlöse um 20 % unter dem Niveau des Vorjahres. Da bis zum Jahresende mit einer leichten Absatzerholung zu rechnen ist, erwartet das Unternehmen gegenwärtig für das Jahr 2009 einen Gruppenumsatz von 2,5 Mrd. Euro.

Investitionen in die Zukunft

Trotz der aktuellen Krise investiert Brose auch 2009 in neue Produkte, Technologien, qualifizierte Führungskräfte und Mitarbeiter. An Sachinvestitionen werden 2009 rund 160 Mio. Euro ausgegeben, unter anderem für die Erweiterung des Testzentrums in Coburg, die Verstärkung der Aktivitäten in China, Russland und Indien sowie die Erweiterung der Fertigungseinrichtungen für Produktanläufe in den Werken in Europa und Übersee. Zudem wird der Aufbau von Entwicklungs- und Vertriebsfunktionen in Asien und Osteuropa forciert.

Die Budgets für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben und für die Qualifizierung der Mitarbeiter betragen 2009 erneut rund 10% vom Umsatz und nehmen damit einen Spitzenplatz im Branchenvergleich ein. Jeder zehnte Mitarbeiter arbeitet an der Entwicklung neuer Produkte und Fertigungsverfahren. Allein für die Personalentwicklung und Nachwuchsqualifizierung wird Brose 2009 mehr als 12 Mio. Euro aufwenden.

Die Ausbildungsquote hat der Automobilzulieferer in diesem Jahr nicht zurückgefahren. Zurzeit werden an sechs deutschen Standorten rund 260 Nachwuchskräfte auf ihren Einsatz an den Standorten im In- und Ausland vorbereitet.

Für 2010 rechnet Jürgen Otto mit einem leichten Umsatzwachstum – bedingt durch die steigende Nachfrage in Asien und die Wiederbelebung des Premiumsegments. Wichtige Impulse erwartet Otto von der IAA in Frankfurt, bei der sich Brose - im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern - auch im Krisenjahr 2009 präsentiert: „Wir wollen auch mit unserem neuen Portfolio in die Spitzengruppe gelangen und unsere Kunden mit innovativen Produktideen von unserer Leistungsfähigkeit überzeugen", so Jürgen Otto weiter.

Langfristige Orientierung und Stabilität bewähren sich in schwierigen Zeiten

Seit der Gründung vor mehr als 100 Jahren ist das Familienunternehmen Brose auf langfristiges Wachstum und Stabilität ausgerichtet. Stabilität bedeutet Kontinuität in den Eigentumsverhältnissen und eine hohe Selbstfinanzierungsquote der Unternehmensentwicklung. Dies wurde durch große Kostendisziplin und zurückhaltende Entnahmen der Eigentümer erreicht und hat zu einer guten Eigenkapitalausstattung der Unternehmensgruppe geführt. „Mit dieser soliden Finanzbasis und unserem erweiterten Produktprogramm haben wir gute Voraussetzungen, weiteres Wachstum zu realisieren", so Jürgen Otto weiter.

Insgesamt erwarten Gesellschafter und Geschäftsführung, dass das Unternehmen auch aus einer länger anhaltenden Konjunkturschwäche in der Automobilindustrie gestärkt hervorgehen wird.

Brose-Neuheiten auf der IAA 2009: Mechanik, Elektrik und Elektronik – alles aus einer Hand:

Auf der Internationalen Automobilausstellung 2009 in Frankfurt stellt Brose eine Reihe von Innovationen vor, die den Automobilherstellern wirtschaftliche und technische Vorteile bieten und das Autofahren sicherer, komfortabler und umweltschonender machen. Neben Innovationen bei Türen, Sitzen und Elektromotoren hat das Unternehmen aus den Erkenntnissen von Kundenbefragungen drei Produktneuheiten entwickelt, die für den Endkunden einen deutlichen Mehrwert bieten.

Stufenloser manueller Türfeststeller

Gerade in engen Parklücken schränken herkömmliche mehrstufige Türfeststeller den ohnehin geringen Bewegungsspielraum für den Autofahrer zusätzlich ein da sie nur zwei oder drei vorgegebene Öffnungswinkel zulassen. Im ungünstigsten Fall öffnet sich die Tür beim Ein- oder Aussteigen weiter als beabsichtigt und kollidiert damit mit einem benachbarten Fahrzeug oder der Garagenwand. Der stufenlose manuelle Türfeststeller Variostop ® von Brose hält die Fahrzeugtüre exakt in jeder gewünschten Position; selbst dann, wenn das Fahrzeug abschüssig steht. Optional schützt eine Kollissionserkenung vor Beschädigungen der Tür: Ein Sensor erkennt Hindernisse und die Tür arretiert sofort. Variostop® verfügt über identische Befestigungspunkte in der Fahrzeugtür wie viele marktübliche Lösungen und erschließt dem Automobilhersteller Bauraum- sowie Gewichtsvorteile.

Lenkradverstellung mit elektrischer Arretierung

Erstmals präsentiert das Unternehmen auf der IAA 2009 eine mechatronische Lenkradverstellung, die den Bedienkomfort und die Sicherheit deutlich erhöht. Anstatt einen Hebel unterhalb der Lenksäule zu ziehen, hält der Fahrer eine Taste direkt am Lenkrad gedrückt, um die elektrische Arretierung zu entriegeln. Wird die Taste losgelassen, verriegelt sich das Lenkrad wieder. Das Lösen ist während der Fahrt ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Die Brose Lenkradverstellung kombiniert den Auslösemechanismus von Schließsystemen mit dem Halteprinzip aus der Fensterhebertechnik.

Da bei dieser neuartigen mechatronischen Antriebstechnologie auf eine aufwändige Mechanik verzichtet werden kann, besteht die Brose Lenkradverstellung aus deutlich weniger Bauteilen. Dies führt zu einer Bauraumreduzierung und Gewichtseinsparung von rund 800 Gramm gegenüber marktüblichen Systemen.

Kapazitiver Schalter für Heckklappen und -deckel

Deutlich komfortabler gestaltet sich das Be- und Entladen mit dem neuen kapazitiven Schalter für Heckklappen, den das Unternehmen erstmals auf der IAA in Frankfurt vorstellt: Ein Sensor unterhalb des Stoßfängers reagiert auf eine einfache Fußbewegung und in Verbindung mit dem Keyless-entry-System öffnet sich der Kofferraum.

Mit dieser Entwicklung kann Brose den Automobilherstellern ein komplettes Komfortpaket für das Laderaummanagement anbieten: vom Schloss mit Zuziehhilfe über den Heckklappenantrieb mit Einklemmschutz, den elektrischen Ladeboden mit –abdeckung bis zum kapazititven Schalter zum berührungslosen Öffnen und Schließen des Kofferraums.

100 Fahrzeugpremieren auf der IAA: Brose fährt mit

In diesem Jahr werden auf der IAA rund 100 Fahrzeugmodelle erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Bei vielen Neuvorstellungen ist Brose mit an Board - mit Fensterhebern, Türsystemen, Sitzsystemen, Schließsystemen oder Elektromotoren und Antrieben.

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