Modernste Stanztechnologie im Brose-Presswerk installiert
Coburg (30.5.2007). Die Brose Gruppe erweitert an ihrem Stammsitz in Coburg die Vorfertigungskapazitäten: Der Maschinenpark im Presswerk, zu dem sieben Hydraulik-, Exzenter- und Feinschneidpressen mit einer Schließkraft zwischen 400 und 800 Tonnen zählen, wurde um eine mechanische 630-Tonnen-Presse mit Servo-Antrieb ergänzt, die Ende Juni in Betrieb geht.
Die Pressenanlage verfügt über eine völlig neuartige Antriebstechnologie, die nach Auskunft des schwäbischen Herstellers Schuler weltweit erstmals in einer Anlage dieser Größenordnung zum Einsatz kommt: Hierbei werden die mechanischen Komponenten direkt über Servomotoren angetrieben. Frank Remy, Leiter Vorfertigung Brose Gruppe erläutert die wesentlichen Vorteile gegenüber herkömmlichen Exzenter-Pressen: „Anstatt einer starren Bewegungskurve, lassen sich individuelle Bewegungsabläufe des Stößels programmieren; dies verschafft uns maximale Flexibilität. Im Ergebnis führt dies bei den komplexen Stanzteilen, die wir auf dieser Anlage herstellen, zu einer noch besseren Qualität und einer höheren Stückleistung pro Minute.“
Insgesamt wurden in die Anschaffung und Aufstellung der neuen Presse rund 2,3 Millionen Euro investiert. Bereits bei ihrer Inbetriebnahme wird die Anlage trotz höherer Plankapazität gegenüber der ausgemusterten 400-Tonnen-Presse voll ausgelastet sein, denn auf der neuen Anlage können sowohl Schienen für Sitzstrukturen als auch Führungsschienen und Grundplatten für Fensterheber gestanzt werden.
Rund 54.000 Tonnen Bandstahl werden im Brose-Presswerk in Coburg jährlich zu über 100 Millionen Sitz- und Fensterheber-Schienen sowie -Grundplatten in mehr als 400 Teile-Varianten verarbeitet und an die weltweiten Brose-Werke geliefert. Gegenwärtig arbeiten im Coburger Brose-Presswerk und dem angeschlossenen Werkzeugbau rund 210 Mitarbeiter.
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