Brose erwartet weiteres Wachstum
Das Wachstum basiert auf dem Ausbau der Position als Innovations- und Qualitätsführer in den beiden Produktgebieten Tür und Sitz mit entsprechenden Investitionen und Vorleistungen. Jeder neunte Mitarbeiter von Brose entwickelt neue Produkte oder Fertigungsverfahren. Insgesamt sechs Prozent des Umsatzes wendet Brose für Innovationen in Forschung und Entwicklung auf. Mit dem Aufbau der Kapazitäten in den Bereichen Elektronikentwicklung und -fertigung sowie bei Schließsystemen positioniert sich das Unternehmen heute als einziger Anbieter mit durchgängiger Entwicklungs- und Fertigungskompetenz sämtlicher mechanischer, elektrischer und elektronischer Komponenten in Fahrzeugtür und -sitz.
Diese technologisch führende Position und ein Skaleneffekt von fast 40 Mio. Einheiten an elektrischen Antrieben will Brose nutzen, um weitere Verstellsysteme in der Fahrzeugkarosserie anzubieten. Auf der IAA 2005 werden erstmals Antriebssysteme für Heckklappen, Kofferraumdeckel und Schiebetüren gezeigt.
Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit wurden bei Brose vor allem an den deutschen Standorten Vereinbarungen getroffen, um die Arbeitskosten zu senken. Längere Arbeitszeiten und Kürzungen bei Lohn und Gehalt von bis zu 10 Prozent waren notwendig, um dem steigenden Kostendruck zu begegnen.
Expansion in Nordamerika und Asien
„Angesichts des enormen Preisdrucks und des Konzentrationsprozesses in der Zulieferbranche müssen wir weiter wachsen, um Kostenvorteile zu erreichen,“ beschreibt Stoschek die internationale Wachstumsstrategie des Unternehmens. 2004 und 2005 hat Brose sechs neue Standorte in Nordamerika, Tschechien und Deutschland in Betrieb genommen: In Auburn Hills/Michigan (USA) eröffnete die Brose North America Inc. ein neues Headquarter mit Entwicklungszentrum. In zwei neuen Werken in Chicago/Illinois und Tuscaloosa/Alabama werden seit 2004 Türsysteme für Ford und DaimlerChrysler hergestellt. In Ostrava (Tschechien) startete 2005 die Produktion von Sitzverstellungen und Türschlössern. In Deutschland hat der Automobilzulieferer die Just-in-sequence-Produktion von Türsystemen an den Standorten Sindelfingen und Rastatt aufgenommen.
2006 wird Brose vier weitere Werke in Betrieb nehmen: Im kanadischen London/Ontario entsteht eine Produktionsstätte für Sitzverstellungen. Das Investitionsvolumen dafür beträgt fast 60 Mio. US Dollar. In China wird bereits die dritte Fertigungsstätte errichtet: Im Werk Changchun sollen ab kommendem Jahr Sitzverstellungen, Türsysteme, Fensterheber und Schließsysteme hergestellt werden. Zwei Werke zur Produktion von Türsystemen in Göteborg (Schweden) und Holzgerlingen (Deutschland) sind derzeit im Aufbau.
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