Preisdruck hinterlässt Spuren
Coburg (9.12.2005). Der anhaltende Preis- und Kostendruck in der internationalen Zulieferindustrie hinterlässt auch bei der Brose Gruppe Spuren: Obwohl der Gruppen-Umsatz 2005 aufgrund des zunehmenden Systemgeschäfts um 10% auf 2,2 Mrd. Euro anwachsen wird, rechnet der Automobilzulieferer infolge des Erzeugnispreisverfalls und der Vorleistungen für den Ausbau der weltweiten Fertigungskapazitäten mit einer Ergebnisverschlechterung.
Die einzelnen Geschäftsfelder entwickeln sich 2005 unterschiedlich: Größter Wachstumsträger ist das Geschäft mit Türsystemen, das 2005 mit einem Umsatz von 800 Mio. Euro um 29% zunehmen wird. Das Geschäft mit Sitzverstellungen steigt auf 405 Mio. Euro (+19%). Bei Fensterhebern sinkt der Umsatz auf 805 Mio. Euro (-2%) wegen der Substitution durch Türsysteme. Das Geschäft mit Schließsystemen verringert sich erwartungsgemäß auf 190 Mio. Euro. Ab 2007 ist in diesem Bereich mit einem deutlichen Umsatzanstieg zu rechnen.
Der Auslandsumsatz steigt 2005 um 24% auf 1,2 Mrd. Euro. In Deutschland gehen die Umsätze um 3% auf rund 1 Mrd. Euro zurück.
Den größten Zuwachs bringen Türsysteme und Sitzverstellungen für DaimlerChrysler und Ford im Nafta-Raum und in Europa.
Auf Wachstum ausgerichtet
Um weiteres Wachstum zu realisieren, setzt Brose weiterhin auf die Strategie der Leistungsführerschaft. „Wir wollen dauerhaft ein optimales Preis-Leistungsverhältnis bieten. Deshalb werden wir eher einen Auftrag ablehnen, als unsere Grundsätze bezüglich Qualität, Innovationsfähigkeit und wirtschaftlicher Stabilität aufzugeben“, sagte in München bei der Jahrespressekonferenz Jürgen Otto, der am 1. Januar 2006 den Vorsitz der Geschäftsführung übernehmen wird.
Die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse, Informationstechnologie und Personalentwicklung lässt sich Brose 2005 fast 9% vom Umsatz kosten. Auch in Zukunft sollen die Aufwendungen für die Zukunftssicherung ähnlich hoch bleiben, um die Produktivität von Brose auf höchstem Niveau zu halten, um Kosten zu senken und die Qualität der Produkte sicherzustellen.
Globale Präsenz ausgebaut
Im Rahmen der Wachstumsstrategie wurden 2005 rund 160 Mio. Euro für neue Produkte und den Aufbau neuer Standorte in Europa, Kanada und China investiert. In Herrenberg bei Sindelfingen wurde ein Just-in-sequence-Werk zur Herstellung von Türsystemen für DaimlerChrysler in Betrieb genommen, ebenso in London/Kanada eine neue Fabrik zur Belieferung von Chrysler und Ford mit Türsystemen und Sitzverstellungen. In China wird derzeit die dritte Produktionsstätte zur Herstellung von Sitzverstellungen, Fensterhebern und Türsystemen fertig gestellt.
Mitarbeiterzahl weltweit angestiegen
Die Zahl der Beschäftigten in der Brose Gruppe stieg 2005 um 690 (+8,5%) auf 8.840 Mitarbeiter an. In Deutschland blieb die Beschäftigung mit rund 4.630 Mitarbeitern nahezu konstant, bei einer rückläufigen Zahl der Mitarbeiter in der Produktion.
Ziel des Unternehmens ist es, durch permanente Verbesserungen der Kostenpositionen die in Deutschland geschaffenen Kapazitäten in Produktion und Administration so lange wie möglich zu erhalten. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Betriebsräten für den Erhalt der Arbeitsplätze in unseren deutschen Werken kämpfen. Dafür brauchen wir aber auch die Unterstützung unserer Kunden“, sagte Michael Stoschek am Freitag in München.
Standort Deutschland
Wie Michael Stoschek auf der Pressekonferenz ausführte, hat sich Brose bereits frühzeitig auf den steigenden Kostendruck eingestellt. Insbesondere an den deutschen Standorten wurden in den vergangenen acht Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Produktion und Administration umgesetzt, um hinsichtlich Qualität, Arbeitsorganisation und Technologie auf dem aktuellsten Stand zu sein: Neben dem Einsatz modernster Fertigungs- und Kommunikationstechnik wurde bereits 1998 unter anderem die flexible Wochenarbeitszeit für Produktionsmitarbeiter eingeführt, der Samstag zum Regelarbeitstag und Überstundenzuschläge abgeschafft. Mit der Einführung der „Neuen Brose Arbeitswelt“ im Jahr 2001 gelang es dem Unternehmen, auch in Entwicklung und Verwaltung die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken: Brose wandelte das zeitbezogene Entlohnungssystem in ein ergebnisbezogenes um, bei den Tarifangestellten entfiel die Erfassung und Vergütung von Überstunden.
Ausblick
Vor dem Hintergrund der zu erwartenden schwachen Nachfrage nach Personenkraftwagen in Europa und dem Nafta-Raum sowie nochmals rückläufiger Verkaufspreise rechnet Brose im Jahr 2006 wiederum nur im Ausland mit einem Wachstum von 4%. Dort wird auch die Beschäftigung zunehmen.
Mit einer Verbesserung der Ergebnissituation ist aufgrund der Vorleistungen für neue Produktionsbetriebe in Deutschland und Schweden nicht zu rechnen: 2006 werden zwei Werke zur Herstellung von Türsystemen in Holzgerlingen bei Stuttgart und in Göteborg in Betrieb gehen.
Pressekontakt:
Gabi Rujoub
Telefon: +49 9561 21 1653
Telefax: +49 9561 21 1704
E-mail: gabi.rujoub@brose.net
Die einzelnen Geschäftsfelder entwickeln sich 2005 unterschiedlich: Größter Wachstumsträger ist das Geschäft mit Türsystemen, das 2005 mit einem Umsatz von 800 Mio. Euro um 29% zunehmen wird. Das Geschäft mit Sitzverstellungen steigt auf 405 Mio. Euro (+19%). Bei Fensterhebern sinkt der Umsatz auf 805 Mio. Euro (-2%) wegen der Substitution durch Türsysteme. Das Geschäft mit Schließsystemen verringert sich erwartungsgemäß auf 190 Mio. Euro. Ab 2007 ist in diesem Bereich mit einem deutlichen Umsatzanstieg zu rechnen.
Der Auslandsumsatz steigt 2005 um 24% auf 1,2 Mrd. Euro. In Deutschland gehen die Umsätze um 3% auf rund 1 Mrd. Euro zurück.
Den größten Zuwachs bringen Türsysteme und Sitzverstellungen für DaimlerChrysler und Ford im Nafta-Raum und in Europa.
Auf Wachstum ausgerichtet
Um weiteres Wachstum zu realisieren, setzt Brose weiterhin auf die Strategie der Leistungsführerschaft. „Wir wollen dauerhaft ein optimales Preis-Leistungsverhältnis bieten. Deshalb werden wir eher einen Auftrag ablehnen, als unsere Grundsätze bezüglich Qualität, Innovationsfähigkeit und wirtschaftlicher Stabilität aufzugeben“, sagte in München bei der Jahrespressekonferenz Jürgen Otto, der am 1. Januar 2006 den Vorsitz der Geschäftsführung übernehmen wird.
Die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse, Informationstechnologie und Personalentwicklung lässt sich Brose 2005 fast 9% vom Umsatz kosten. Auch in Zukunft sollen die Aufwendungen für die Zukunftssicherung ähnlich hoch bleiben, um die Produktivität von Brose auf höchstem Niveau zu halten, um Kosten zu senken und die Qualität der Produkte sicherzustellen.
Globale Präsenz ausgebaut
Im Rahmen der Wachstumsstrategie wurden 2005 rund 160 Mio. Euro für neue Produkte und den Aufbau neuer Standorte in Europa, Kanada und China investiert. In Herrenberg bei Sindelfingen wurde ein Just-in-sequence-Werk zur Herstellung von Türsystemen für DaimlerChrysler in Betrieb genommen, ebenso in London/Kanada eine neue Fabrik zur Belieferung von Chrysler und Ford mit Türsystemen und Sitzverstellungen. In China wird derzeit die dritte Produktionsstätte zur Herstellung von Sitzverstellungen, Fensterhebern und Türsystemen fertig gestellt.
Mitarbeiterzahl weltweit angestiegen
Die Zahl der Beschäftigten in der Brose Gruppe stieg 2005 um 690 (+8,5%) auf 8.840 Mitarbeiter an. In Deutschland blieb die Beschäftigung mit rund 4.630 Mitarbeitern nahezu konstant, bei einer rückläufigen Zahl der Mitarbeiter in der Produktion.
Ziel des Unternehmens ist es, durch permanente Verbesserungen der Kostenpositionen die in Deutschland geschaffenen Kapazitäten in Produktion und Administration so lange wie möglich zu erhalten. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Betriebsräten für den Erhalt der Arbeitsplätze in unseren deutschen Werken kämpfen. Dafür brauchen wir aber auch die Unterstützung unserer Kunden“, sagte Michael Stoschek am Freitag in München.
Standort Deutschland
Wie Michael Stoschek auf der Pressekonferenz ausführte, hat sich Brose bereits frühzeitig auf den steigenden Kostendruck eingestellt. Insbesondere an den deutschen Standorten wurden in den vergangenen acht Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in Produktion und Administration umgesetzt, um hinsichtlich Qualität, Arbeitsorganisation und Technologie auf dem aktuellsten Stand zu sein: Neben dem Einsatz modernster Fertigungs- und Kommunikationstechnik wurde bereits 1998 unter anderem die flexible Wochenarbeitszeit für Produktionsmitarbeiter eingeführt, der Samstag zum Regelarbeitstag und Überstundenzuschläge abgeschafft. Mit der Einführung der „Neuen Brose Arbeitswelt“ im Jahr 2001 gelang es dem Unternehmen, auch in Entwicklung und Verwaltung die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken: Brose wandelte das zeitbezogene Entlohnungssystem in ein ergebnisbezogenes um, bei den Tarifangestellten entfiel die Erfassung und Vergütung von Überstunden.
Ausblick
Vor dem Hintergrund der zu erwartenden schwachen Nachfrage nach Personenkraftwagen in Europa und dem Nafta-Raum sowie nochmals rückläufiger Verkaufspreise rechnet Brose im Jahr 2006 wiederum nur im Ausland mit einem Wachstum von 4%. Dort wird auch die Beschäftigung zunehmen.
Mit einer Verbesserung der Ergebnissituation ist aufgrund der Vorleistungen für neue Produktionsbetriebe in Deutschland und Schweden nicht zu rechnen: 2006 werden zwei Werke zur Herstellung von Türsystemen in Holzgerlingen bei Stuttgart und in Göteborg in Betrieb gehen.
Pressekontakt:
Gabi Rujoub
Telefon: +49 9561 21 1653
Telefax: +49 9561 21 1704
E-mail: gabi.rujoub@brose.net