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Presse/Kommunikation

Ministerpräsident Dr. Stoiber besucht Brose

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (l.) mit Michael Stoschek, Geschäftsführender Gesellschafter der Brose Gruppe.

Coburg, 16. Juli 2003. Nach fünf Jahren Bautätigkeit hat der internationale Automobilzulieferer Brose am 16. Juli 2003 die Werksanlagen an seinem Gründungstandort in Coburg offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bayerns Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber betonte vor zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Wissenschaft die Bedeutung innovativer Familienunternehmen für die deutsche Wirtschaft. "Brose ist weltweit ein Spitzenunternehmen", sagte Stoiber.

Rund 200 Millionen Euro investierte Brose seit 1998 am Standort Coburg, an dem 2200 Mitarbeiter beschäftigt sind. "Wir können unsere Wettbewerbsfähigkeit nur sichern, wenn wir alle unsere Prozesse ständig optimieren. Das gilt für unsere Produkte genauso wie für unsere Verwaltung. Vor allem hier wollten wir einen Quantensprung schaffen, um die Effizienz zu steigern und die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen", sagte Michael Stoschek, Geschäftsführender Gesellschafter. Die Brose-Gruppe strukturierte in den vergangenen fünf Jahren den Gründungsstandort Coburg vollständig um. Alte Gebäude wurden saniert, neue entstanden. Noch 1998 waren die Mitarbeiter am Standort auf über 40 Gebäude verteilt. Allein im neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum arbeiten heute 450 Mitarbeiter, die vorher an zwölf verschiedenen Stellen arbeiteten.

Mit dem Um- oder Neubau sämtlicher Betriebsgebäude bot sich die grundlegende Neuordnung der Organisation im Sinne optimaler Abläufe, kurzer Wege und klarer Strukturen, erläuterte Michael Stoschek. Dabei rüstete Brose alte und neue Verwaltungs- und Produktionsgebäude mit dem aktuellen Stand der Büro- Kommunikations- und Fertigungstechnik aus und schuf großzügige, transparente Räume.

Julia Stoschek, Brose-Gesellschafterin und Urenkelin des Firmengründers, betonte die hohe Verantwortung der Familie als Gesellschafter für das Unternehmen und dessen Mitarbeiter. Dies zeige sich besonders in der Tatsache, dass maximal ein Zehntel des Jahresüberschusses an die Gesellschafter ausgeschüttet werde.

Hans-Jürgen Warnecke, ehemaliger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und Vorsitzender des Brose-Beirats, erläuterte am Beispiel Brose die Prinzipien eines fraktalen Unternehmens, in dem die Mitarbeiter deutlich mehr Verantwortung aber gleichzeitig wesentlich mehr Freiheiten erfahren, als in konventionellen Organisationen.

Für den Verband der Automobilindustrie (VDA) überbrachte dessen Vizepräsident Rainer Thieme die Glückwünsche der Branche und lobte die innovative "Brose Arbeitswelt" als Modell für die Zukunft von Familienunternehmen. Das flexible, hierarchiefreie Bürokonzept in Verbindung mit modernster Datenkommunikation sowie die variable Arbeitszeit ermöglichten eine höhere Kundenzufriedenheit.
Die vierte Generation der Gesellschafter der Brose Gruppe, (v.l.n.r.) Julia Stoschek, Gabriele Volkmann und Maximilian Stoschek, hat anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten die Büste des Firmengründers Max Brose enthüllt, der von 1919 bis zu seinem Tod 1968 das Unternehmen geführt hat.

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