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Presse/Kommunikation

Brose sieht in Nordamerika wichtigen Markt

Michael Stoschek (rechts), geschäftsführender Gesellschafter der Brose Gruppe, und Jan Kowal, Präsident Brose Nordamerika, bei der Jahrespressekonferenz in München.

München/Coburg (19.11.2003). Der Automobilzulieferer Brose sieht nach Angaben seines geschäftsführenden Gesellschafters Michael Stoschek in Nordamerika einen wichtigen Wachstumsmarkt. Auf der heutigen Jahrespressekonferenz des Unternehmens in München sagte Stoschek vor Journalisten: "Wir haben vor zehn Jahren mit unseren Aktivitäten in Nordamerika gestartet und verzeichnen jährlich zweistellige Wachstumsraten. Für dieses Jahr erwarten wir einen Umsatz von 240 Millionen Dollar. Bis 2006 werden wir auf dem nordamerikanischen Markt unser Geschäft mehr als verdoppeln und dann rund 530 Millionen Dollar umsetzen".

Der Automobilzulieferer hat sich in den vergangenen Jahren konsequent zum Systemintegrator entwickelt. So beruht das Wachstum nach Aussage von Stoschek auch auf der starken Fokussierung auf das Kerngeschäft. Brose will die Produkte des vor rund einem Jahr erworbenen Geschäftsbereichs Schließsysteme verstärkt am Markt platzieren. Die Unternehmensgruppe verfügt heute über umfassende Kompetenz in den Bereichen Fahrzeugtür und -sitz. In diesen Geschäftsfeldern wird Brose auch auf dem nordamerikanischen Markt weiter wachsen.

Um das Wachstum zu verwirklichen, wird Brose in Nordamerika in den nächsten eineinhalb Jahren drei neue Produktionsstätten errichten. In Auburn Hills/Detroit, dem Zentrum der amerikanischen Automobilindustrie, entsteht in den nächsten 12 Monaten das Brose North American Headquarters, von dem aus alle Aktivitäten auf dem nordamerikanischen Markt gesteuert werden. Zusätzlich zu den Werken in Querétaro und Puebla (Mexiko) werden neue Fertigungsstätten in Chicago, Tuscaloosa und London/Kanada errichtet. "Wir investieren in den nächsten drei Jahren rund 100 Millionen Dollar, um unser Wachstum zu realisieren", sagte Michael Stoschek.

Aber auch Brose steht international in einem harten Wettbewerb. Während sich die globale Automobilindustrie konsolidiert hat, findet nach Ansicht von Michael Stoschek in der Zulieferindustrie ein nie dagewesener Konzentrationsprozess statt. "Wir befinden uns in einem gewaltigen Umbruch", so Stoschek. Die Zahl der Automobilzulieferer wird sich in den nächsten sieben Jahren um die Hälfte auf dann rund 3.500 Firmen halbieren. Diese Entwicklung bietet kapitalstarken und innovativen Zulieferern, die weltweit aufgestellt sind, Chancen für eigenes Wachstum: höhere Auftragsvolumina ermöglichen es, selbst Größenvorteile zu nutzen und Fertigungsprozesse zu verbessern.

Die Automobilzulieferindustrie wird bis 2010 mit einem Zuwachs von rund 40 Prozent eine der bedeutendsten Wachstumsbranchen sein. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Reduzierung der Fertigungstiefe bei den Automobilherstellern, die immer größere Produktumfänge an Systemlieferanten abgeben.

Besonders deutlich wird diese Entwicklung in Nordamerika: Im Bereich Sitzverstellungen realisiert Brose einen entscheidenden strategischen Markteintritt. "Wir werden in unserem neuen Werk in London/Kanada ab 2005 mechanische und elektrische Sitzhöhenverstellungen produzieren", erläuterte Michael Stoschek die Entwicklung. Bis 2006 erwartet das Unternehmen in diesem Geschäftsbereich einen Umsatz von 100 Millionen Dollar. Auch das innovative Türsystemkonzept von Brose setzt sich am Markt weiter durch und überzeugt immer mehr Automobilhersteller. Der Umsatz in diesem Bereich wird in Nordamerika in drei Jahren bei rund 200 Millionen Dollar liegen.
Kleiner, leichter und flexibler: Das neue Schließsystem von Brose verbindet elektronische und mechanische Komponenten. Das Schließsystemgeschäft verstärkt die Kompetenz in der Automobiltür.

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