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Presse/Kommunikation

Pressekonferenz anläßlich der 59. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt

v.l.n.r.:Adolf Rosensprung, Michael Stoschek, Jürgen Otto und Kurt Sauernheimer..

Frankfurt/Main. Meine Damen und Herren, die Brose-Gruppe präsentiert sich auf der IAA 2001 in der erfolgreichsten Phase ihrer Unternehmensgeschichte. Der konsolidierte Weltumsatz stieg im Jahr 2000 auf 1,4 Mrd. Euro. Das Wachstumsziel von 10 % wurde ebenso erreicht, wie das Renditeziel von 5 % beim Betriebsergebnis Durch das Vertrauen, das unsere Kunden in unsere Leistungsfähigkeit gesetzt haben, konnten wir unser Geschäftsvolumen seit 1996 mehr als verdoppeln und gleichzeitig im In- und Ausland 1.600 neue Arbeitsplätze schaffen. Weltweit stattet unser Haus mehr als 30 Automobilmarken direkt oder über führende Sitzhersteller mit Systemen und Modulen für Fahrzeugtüren und -sitze aus. Fast 5.000 Menschen arbeiten für Brose an Entwicklung, Herstellung und Vertrieb unserer Erzeugnisse. Aktuell sind wir an 19 Standorten in Europa, Nord-, Südamerika, Afrika und Asien mit Produktions- und Entwicklungsgesellschaften sowie mehreren Lizenzfertigungen vertreten.

Damit nimmt unsere Unternehmensgruppe unter den 100 weltweit führenden Zulieferern als siebtgrößtes Familienunternehmen hinsichtlich Wachstum, Ertragskraft und Eigenkapitalquote eine Spitzenposition ein.

Mit bedeutenden Investitionen an unseren deutschen Zentralstandorten stellen wir uns den künftigen Herausforderungen des Marktes. In Coburg und Hallstadt bei Bamberg haben wir zur Bündelung unserer Entwicklungsaktivitäten neue Kompetenzzentren errichtet.

Mit der Inbetriebnahme einer Elektronikfertigung in Hallstadt decken wir nun von der Entwicklung bis zur Produktion die gesamte Prozeßkette für unsere elektronischen Steuerungen ab. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern Seeber und Simoldes bei Türverkleidungen, Dura beim Türrohbau und Bosch bei Schließsystemen, haben wir unsere Systemkompetenz vervollständigt.

Zudem verstärken wir unsere weltweite Präsenz durch eine Kooperation mit der Shiroki Corporation, Toyokawa, einem der großen japanischen Fahrzeugteile-Hersteller. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung von Fensterhebern, Türsystemen und Sitzverstellungen für Fahrzeugplattformen, die in Japan wie in Europa gebaut werden.

Aufgrund der rückläufigen Welt-Automobilproduktion erwarten wir in die-sem Jahr erstmals ein einstelliges Wachstum beim Umsatz (4 %). Bis 2003 rechnen wir aber wieder mit einem zweistelligen Geschäftszuwachs, zu dem zwei neue Türsystem-Aufträge beitragen, die Ende letzten Jahres abgeschlossen wurden.

Zur Verdeutlichung der positiven Gesamtsituation möchte ich nun detaillierter auf die einzelnen Geschäftsbereiche eingehen:

Im Geschäftsbereich Fensterheber, der von meinem Stellvertreter Adolf Rosensprung geleitet wird, erwarten wir 2001 ein Geschäftsvolumen von rund 710 Mio. Euro. In dieser Produktsparte sind wir mit über 70 Jahren Erfahrung und mehr als 500 Millionen produzierten Fensterhebersystemen weltweit Technologie- und Marktführer.

Zur Erschließung weiterer Wachstumspotentiale konzentrieren wir unsere internationalen Aktivitäten auf die amerikanischen und asiatischen Märkte. Unsere Position als Technologieführer dokumentieren wir hier in Frankfurt mit der Vorstellung neuer Fensterheber-Konzepte und einem Baukastensystem für Mechanik, Motoren und Elektroniken, die uns Vorteile im internationalen Kostenwettbewerb verschaffen.

Im Jahr 2000 haben wir die vierte Generation unserer elektronischen Steuerungen für Fensterheber entwickelt. Mit dieser Elektronik zur Begrenzung der Scheibenschließkraft sowie zahlreichen Komfortfunktionen erfüllen wir als weltweit erster Lieferant die zunehmend strengeren Sicherheitsanforderungen im internationalen Markt. Diese Elektronik werden wir künftig in unserer Fertigung in Hallstadt produzieren.

Der Geschäftsbereich Türsysteme, der von Kurt Sauernheimer geleitet wird, hat sich mit außerordentlicher Dynamik entwickelt und weist die höchsten Zuwachsraten auf. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir einen Anstieg der Verkaufserlöse von 461 auf 500 Mio. Euro.

Mit der Erfahrung aus über 30 Mio. Einheiten sind wir klar die Nummer 1 auf dem Wachstumsgebiet Türsysteme. Seit mehr als einem Jahrzehnt organisieren wir komplexe Entwicklungs-, Fertigungs- und Logistikprozesse mit zahlreichen Partnern und beliefern unsere weltweiten Kunden aus Werken in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien taktgenau zur Fahrzeugfertigung. In Kürze werden wir in der Slowakei die Produktion und Lieferung von Türsystemen aufnehmen, deren Umfang erstmals auch Rahmen, Scheibe, Türdichtung und einen Teil der Türstruktur umfaßt.

Unsere Kompetenz als Entwicklungspartner für ganz unterschiedliche Türkonzepte unterstreichen wir hier in Frankfurt mit der Vorstellung neuer Entwicklungen für integrierte Türinnenverkleidungen und innovative Schließsysteme.

Auch der Geschäftsbereich Sitzverstellungen, der seit Juli 2001 von Jürgen Otto geleitet wird, entwickelt sich positiv. In diesem Jahr wird das Geschäftsvolumen 255 Mio. Euro erreichen.

Als europäischer Marktführer bei elektrischen Sitzverstellungen, der diese Erzeugnisse in den 70er Jahren in Europa eingeführt hat, fertigen wir in Systembauweise das gesamte Programm manueller und elektrischer Verstellkomponenten mit neuen elektronischen Steuerungsmöglichkeiten. Auf dieser Basis haben wir unsere Kompetenz auf die Entwicklung und Produktion der gesamten Sitzmetallstruktur erweitert.

Wir zeigen in Frankfurt erstmals eine manuelle Sitzverstellung, die speziell für 2-türige Fahrzeuge entwickelt wurde. Sie ist leicht zu bedienen und verfügt über eine Easy-Entry-Funktion mit mechanischem Memory, die einen bequemen Einstieg in den Fahrzeugfond ermöglicht.

Wir werden unsere expansive Geschäftspolitik auch in den kommenden Jahren als selbständiges Familienunternehmen aus eigener Kraft fortsetzen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir unser Geschäftsvolumen auf knapp 2 Mrd. Euro ausdehnen und insbesondere in den Vereinigten Staaten unsere Aktvitäten verstärken.

Die Voraussetzung dazu bilden die erfreuliche Kapitalkraft unserer Gruppe, zu der unser anhaltender internationaler Markterfolg, unsere Kostendisziplin und die zurückhaltenden Entnahmen unserer Gesellschafter geführt haben. Dies ermöglicht uns weiterhin die Finanzierung unserer Expansion aus eigener Kraft: Bis zum Jahr 2003 werden wir über 230 Mio. Euro in neue Produkte, Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten investieren.

Um im immer härter werdenden internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben, sind Kostendisziplin, Schnelligkeit und weltweit koordiniertes Handeln die wesentlichen strategischen Ziele. Mit der Einführung der neuen "Brose Arbeitswelt" konnten wir bei der Rationalisierung und Beschleunigung unserer Verwaltungsabläufe einen internationalen Durchbruch erreichen: Modernste Informationstechnik, variable Arbeitszeit, ein neues Beurteilungs- und Entlohnungssystem sowie ein Paket innovativer Sozialleistungen sind wesentliche Bestandteile unserer neuen Organisation. Auf diese Weise verstärken wir die Identifikation, Leistungsmotivation und Mitverantwortung unserer Beschäftigten.

Als Familienunternehmen können wir uns gegen die Mega-Supplier nur mit überdurchschnittlich qualifiziertem Personal behaupten.

Deshalb präsentieren wir uns auf der IAA nicht nur unseren Kunden nicht nur unsere aktuellen Innovationsleistungen, sondern auch potentiellen Bewerbern, denen wir überdurchschnittliche Karrierechancen in einem international tätigen Familienunternehmen bieten können.

Durch unser Wachstum haben wir entsprechenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern und bieten zur Zeit 60 offene Stellen für die eine Hochschulausbildung notwendig ist.

Unser Bekanntheitsgrad und unsere Attraktivität hat sich nach einer Umfrage des VDI unter Hochschulabgängern und Jungingenieuren erfreulich verbessert. Brose rangiert unter den deutschen Industrieunternehmen als einziges Familienunternehmen auf Rang 15 und an Position 4 unter den Automobilzulieferern.

Mit dem neuen Erscheinungsbild an unseren internationalen Standorten wollen wir für die "Zuliefermarke Brose" ein klares Zeichen setzen für Transparenz, Technik, Qualität und Ökonomie.

Ich bin davon überzeugt, daß wir - auch unter sich weiter verschärfenden Wettbewerbsbedingungen - alle Voraussetzungen haben, uns als unabhängiges Familienunternehmen weiterhin erfolgreich gegen die ausländischen Megas zu behaupten.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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